Version 1.0 Gerhard - Hermann Kuhlmann, März 2015

Aufzeichnungen von Martha Teutmeyer aus den Jahren 1946 - 1951

8. Oktober 1947

Wir hatten in diesem Jahr eine prachtvolle Weintraubenernte. Der Weinstock am rechten Hause trug sehr reichlich und erbrachte gut entwickelte süße Trauben. Das war der selten dürre Sommer und beste Pflege in Schnitt, Bewässerung und Jauchegaben. Der Weinstock schien schon ein paarmal vollkommen erfroren zu sein, ein Teil mit grünen Trauben ist auch tatsächlich in den letzten Jahren eingegangen, während die blaue Sorte härter zu sein scheint und immer wieder neu ausschlägt. Endlich tragen auch die beiden Walnußbäume im Garten zum ersten Mal reichlich. Sie wurden vor etwa 20 Jahren gepflanzt und wachsen sehr, sehr langsam. Vor 3 oder 4 Jahren zeigten sich nun die ersten Früchte, in diesem Herbst hatten wir etwa 50 Nüsse an beiden Bäumen. Der dem Wohnhaus am nächsten steht, ist noch stark hinter den anderen Bäumen zurückgeblieben, er hatte in diesem Jahr …..

Man muß jedenfalls früh genug für Ersatz sorgen, wenn ein alter Baum ausfällt. Steins und Manhenken, die früher auch Walnüsse hatten, haben auch versäumt für Nachwuchs zu sorgen. Unser alter Baum wurde abgehauen, als im Jahr 1910 die neue Scheune gebaut wurde. Niemand dachte damals an Ersatz.

Nach kurzer Regenperiode und 2 Frostnächten haben wir jetzt wieder sehr gutes Wetter. Die Nächte sind meistens kühl und in den Häusern ist auch keine Wärme mehr.

10. Oktober 1947

Heute war es so warm draußen, daß ich den ganzen Tag bei offenem Fenster am Schreibtisch sitzen konnte, sogar ohne Strümpfe! Abends und morgens ist viel Nebel. – Die Chronik kommt gut vorwärts.

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