Version 1.0 Gerhard - Hermann Kuhlmann, März 2015

Aufzeichnungen von Martha Teutmeyer aus den Jahren 1946 - 1951

15. Mai 1948 (Pfingstsonnabend)

Der Frühling ist schön wie selten, es ist, als ob er jedes Jahr schöner würde, oder lernen wir nur besser zu sehen?

Wir haben heiße Wochen hinter uns, ich mußte wegen eines Mundbodenphlegmons in Münster operiert werden und Eva hatte eine böse nicht ganz erklärte Vergiftung. Jetzt sind wir durch und hoffen auf ein paar schöne Pfingsttage.

6. Juli 1948

Pfingsten war schön und auch später noch einige Tage, aber seit dem 15. Juni regnet es fast beständig. Das Korn steht gut, aber wir brauchen schönes Erntewetter. Die Gerste ist halb gemäht und aufgerichtet. Es ist kaum möglich, ohne Feuer zu sitzen. Ruth ist aus Wöbbel zurück, da eine Tischlerfachschule ins Schloss gelegt wurde und Frau von Donop keinen Platz mehr hatte. Die jungen Leute wohnen in 2 Räumen die ihnen Tante Betta abgegeben hatte von ihrer Wohnung. So wohnt nun endlich ein Teutmeyer Bauer wieder im rechen Bauernhaus, nach ungefähr 50 Jahren Unterbrechung.[1]

Ruth ist sehr tatkräftig und gibt sich die größte Mühe sich einzuleben was natürlich nicht so einfach ist.



[1] Fritz ist offenbar wenig später nach dem Tod seines Vaters (1900) in das Wohnhaus eingezogen, was Martha missbilligte aber niemals ändern konnte.(ghk)

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