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Version 1.0 Gerhard - Hermann Kuhlmann, Februar 2015

Notizen von Margarete (Hete) Teutmeyer aus den letzten Kriegstagen bis Ende 1945 (09)

25. April 1945

Ruth-Eva kommt. Bei Günters[1] Einbruch der Russen. Mossi[2] kommt aus Lopshorn und erzählt, daß die Russen dort alles kurz und klein geschlagen haben auch im Schloß. Mossi hat mitgeholfen, sie hätten sie sonst umgebracht. Sie ist total fertig. Russen am Hermanns­denkmal und Heidental, sie plündern überall.

27. April 1945

Elisabeth Manhenke[3] kommt, sie hat gehört, Vater wäre bei dem  Russenüberfall getötet. Sie erzählt, daß bei ihnen schon der Pastor war und sie beerdigen wollte nach einem Überfall. Die Russen räubern in der Dörenschlucht.

29. April 1945

Tante Marie besucht uns. Gerücht, Hitler gefallen und Göring ermordet.

30. April 1945

Eine Ente setzt sich zum Brüten.



[1] Günthers wohnten in einem Haus am Ende des Hermannsweges unmittelbar am Waldrand. (Auskunft Ursula Finne August 2013)

[2] Mossi lebte mit ihrer Mutter (beide Niederländerinnen) offenbar schon vor Kriegsausbruch in Lopshorn. Sie war Pferdenärrin. Eva und Ulla kannten sie vom Reiten. Dazu traf man sich in Losphorn. (Auskunft Ursula Finne August 2013)

[3] Elisabeth, Anne und ihr gefallener Bruder Fritz waren die Kinder von Elfriede Manhenke, geborene Tötemeier, einer älteren Schwester von Fritz Tötemeier. Elfriedes Mann hat in der Familie den Ruf, ein Alkoholiker gewesen zu sein. (Auskunft Ursula Finne August 2013)

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