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Version 1.0 Gerhard - Hermann Kuhlmann, Februar 2015

Notizen von Margarete (Hete) Teutmeyer aus den letzten Kriegstagen bis Ende 1945 (15)

19. Juni 1945

Prof. Heukerod und seine Haushälterin Frau Belli, dürfen nicht wieder in ihr Haus. Sie bleiben bei Frl. Nieländer wohnen, Engländer ziehen dafür in ihr Haus. Frau Vogt ist eine Kaffeedecke gestohlen,  sie hat Krämers in Verdacht. Sehr unangenehm.

21. Juni 1945

Inge Bockschatz (Lehrling aus Brackwede)ist gekommen, sie erzählt uns wie es ihr in den letzten Kriegstagen ergangen ist. Sie haben alle Glück gehabt. Um 16 Uhr kommt Hans zurück. Kurz vorher ruft jemand von der Straße nach Heiligenkirchen zu unseren Helfern in der Wiese, (es ist Heuzeit) "Hans kommt"  die geben diese erfreuliche Nachricht rufend an uns in den Garten weiter. Es ist eine unbeschreibliche Freude,  tatsächlich kommt er kurze Zeit später hier gesund an. Er bringt einen 18jährigen, großen, kräftigen Pommern mit, sie kommen beide aus amerikanischer Gefangenschaft. Horst, der Kamerad aus der Gefangenschaft blieb bei uns als Arbeiter. Überhaupt war es gar nicht mehr schwer, Arbeitskräfte zu. finden. Es kamen immer mehr Soldaten zurück und suchten Arbeit,  denn es gab wenig zu essen. Unsere Evakuierten, Studienrat Krämer und Herr Vogt als ehemaliger Direktor von Krupp  (er hat die Tigerpanzer mit gebaut) waren ja schon länger als Landarbeiter bei uns beschäftigt. Als Ulla wiederkam,  arbeitete sie mit den beiden Männern auf dem Feld. Den Männern fiel diese ungewohnte Arbeit schwer,  es dauerte auch nicht länger,  da hatte beide eine Sehnenscheidenentzündung weg, Herr Krämer war schon länger hier, wir mußten ihn verstecken, bis zum Kriegsende, er war Soldat.

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